Selbstfürsorge
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Kriege, Klimakrise, Armut – sie prägen die Nachrichtenlage und den Alltag vieler Menschen - manch einer stellt deshalb die eigenen Belastungen infrage.
Warum persönliches Leid nicht gegen das Leid anderer aufgerechnet werden sollte
Wenn es um psychische Gesundheit geht, gibt es einen Gedanken, den viele Menschen kennen, der aber selten laut ausgesprochen wird: "Eigentlich habe ich keinen Grund dafür, dass es mir schlecht geht."
Einerseits spürt man Erschöpfung, Überforderung, Traurigkeit oder Angst. Doch andererseits meldet sich sofort eine zweite, zweifelnde Stimme:
"Andere Menschen sind von Armut betroffen."
"Manche kämpfen gerade mit großen Krisen wie einem Trauerfall."
"Es gibt so viele Kriege, verbunden mit Flucht. Menschen kämpfen ums Überleben."
– da kann ich mich in meiner privilegierten Situation doch nicht schlecht fühlen. Oder?
Durch die Auseinandersetzung mit globalen Krisen, sozialer Ungleichheit, Diskriminierung oder menschlichem Leid entwickelt sich eine Form von innerem Widerspruch oder Vergleich:
Mir geht es schlecht. Aber den anderen geht es doch viel schlechter.
Diesen Spruch höre ich sehr oft in Gesprächen mit meinen Klienten und der Gedanke ist nachvollziehbar - vielleicht sogar solidarisch. Schließlich geht es darum, das eigene Leid nicht wichtiger zu nehmen als das anderer Menschen.
Doch genau hier beginnt häufig ein psychologisches Problem.
Mitgefühl für andere kann unbemerkt in Härte gegenüber sich selbst umschlagen.
Was als Perspektivwechsel beginnt, kann zu einer ständigen Relativierung der eigenen Gefühle führen - Belastungen werden heruntergespielt, Warnsignale ignoriert und Bedürfnisse verdrängt.
Solche Prozesse gehen teilweise bis zum Selbst-Gaslighting...Menschen beginnen, an ihrem eigenen Erleben zu zweifeln, obwohl dieses Erleben real ist.
Psychische Belastung folgt jedoch nicht diesem Prinzip:
Das Gehirn bewertet sie individuell und abhängig vom Kontext.
Faktoren wie Stress, Schlaf, soziale Unterstützung, biografische Erfahrungen oder körperliche Gesundheit beeinflussen das Empfinden.
Wie steht es mit Deiner Selbst-Fürsorge? Sorgst Du gut für Dich oder gaslightest Du dich eher selbst?
Wenn Stress, Schlaflosigkeit oder andere körperliche und seelische Probleme Dich hindern Deiner Selbstfürsorge gerecht zu werden melde Dich gerne bei mir - wir finden gemeinsam einen Weg.
Vereinbare gleich hier Deinen Termin - mach jetzt den ersten Schritt !



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