Das macht doch keinen Sinn...
- Michaela Fetzer
- 15. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Wann hast Du das letzte Mal etwas gemacht, das keinen Sinn macht?
Die Definition von Sinn ist vielfältig - wir definieren uns zum größten Teil darüber, inwieweit etwas das wir Tun Sinn hat oder macht.
Die Frage nach dem Sinn ist immer verbunden mit einer Zweckhaftigkeit oder der Frage dahinter, was wir damit erreichen können, also zielgebunden.
Alles was wir tun soll immer Sinn machen, einem bestimmten sinnhaften Zweck dienen oder dem Erreichen eines Zieles das Sinn macht. Dadurch handeln wir "automatisiert" und "berechnend" und sind "in unserem Kopf" gefangen. Wir hören nicht darauf, was unser Gefühl oder unser Herz dazu sagt.
Bleibt die Frage, wer oder was diesen Sinn definiert.
Wer bestimmt den, was Sinn ergibt, welchen Sinn etwas hat oder macht und was sinnlos ist?
Der Sinnhaftigkeit einen Wert zu geben ist ein hervorragendes Steuerungselement unserer Gesellschaft, in der es um "größer", "besser" und "schneller" geht.
Wenn etwas für uns keinen Sinn macht sind wir verwirrt, warum es geschieht oder jemand es tut. Wir halten es für unnötig, Zeitverschwendung oder vielleicht sogar für schwachsinnig.
Warum ist das so?
Kann es sein, dass wir so geprägt sind immer einem Zweck zu folgen, dem nächsten Ziel hinterher zu laufen, zu funktionieren, rational zu handeln - und alles was augenscheinlich "keinen Sinn macht" als Zeitverschwendung anzusehen?
Ähnlich verhält es sich auch mit dem Wert, den wir etwas geben. Auch hier stellt sich die Frage, wer diesen Wert bestimmt, den etwas hat.
In unserer Gesellschaft wurde die Sinnhaftigkeit und der Wert sehr stark mit Funktionalität, Wachstum, Erfolg, Reichtum, dem Haben assoziiert. Durch die öffentliche Meinungsbildung und die Werbung werden wir gesteuert und manipuliert und hinterfragen oftmals nicht mehr, was den für uns selbst, ganz persönlich "Sinn macht" oder "wirklich sinn- oder wertvoll" ist. Dadurch haben wir uns jedoch selbst in eine ungesunde und freiheitsraubende Situation gebracht.
Wann hast Du das letzte mal Dir die Zeit genommen etwas völlig im Sinne der Gesellschaft "sinnfreies" zu tun, einfach nur weil es gut tat, Spaß gemacht hat oder sich gut angefühlt hat?
Das Wort "Sinn" beinhaltet doch schon die Lösung - mit dem oder den Sinnen wahrnehmen, womit auch unser Bauchgefühl gemeint ist, auf das zu hören wir systematisch verlernt bekommen.
Unsere Logik und unser Verstand wird uns immer widersprechen, wenn wir einfach nur auf unser Gefühl hören, da es für beide "keinen Sinn macht" etwas zu tun, das nicht zweckgebunden und zielführend ist - das ist vergeudete Zeit. Aber wir sind fühlende Wesen - keine Roboter die funktionieren - und genau darum geht es. Wir funktionieren nicht mehr (für andere)...
Schon unsere Sprache lenkt uns - wir machen mal schnell etwas, gehen kurz ..., - aber wann nehmen wir uns den Zeit - unsere Zeit - Lebenszeit?
Und ist euch schon einmal aufgefallen, das alles was nicht mit Arbeit verbunden ist wir als "Nichts tun" bezeichnen? Ausruhen, entspannen usw... - auch hier wird der Sinn und Wert von etwas schon im Ausdruck bewertet. "Nichts tun", also "nicht arbeiten, nicht effektiv sein, nicht funktionieren" wird schon in unserer Ausdrucksweise abgewertet.
Für mich macht es Sinn mir Zeit zu nehmen für alles was sich gut anfühlt, Spaß macht und mir gut tut - auch wenn es andere nicht verstehen können und ich mag es einfach mal "nichts" zu tun - und wie ist es bei Euch?
Dabei spielt das Thema SELBSTWERT und auch das SICH SELBST ERLAUBEN eine große Rolle. Erlaubt euch doch mal wieder zu ENTSPANNEN. Gerne unterstütze ich euch dabei durch die Aktivierung des Unterbewusstseins in Hypnose.



Kommentare